Von Einruhr zum "Geisterdorf" Wollseifen



Verschnaufpause auf halber Höhe: Blick auf die Urftstaumauer. Foto: Christian Kotterba

Anfangs leichte, dann mit einigen Höhenmetern versehene Wanderung hinauf auf die Dreiborner Hochfläche. Der Aufstieg lohnt: Unterwegs hat man eine besonders gute Sicht auf die ehemalige Ordensburg Vogelsang, durchwandert das "Geisterdorf" Wollseifen und lernt die schöne Heidelandschaft der Hochfläche kennen.

 

 

 

 





Darstellung des Routenverlaufs mit freundlicher Genehmigung von www.gps-tour.info
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Download der GPS-Daten im GPX-Format



Wollseifen.gpx

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139 K


Ausgangspunkt/ Ziel: Einruhr im Nationalpark Eifel

Länge der Tour: 20,7 km

Dauer: ca. 3:50 Std.

Höhenunterschied: ca. 491 m

 

Routenausarbeitung und -beschreibung von Christian Kotterba, steppenwolf

 

Weitere Infos und GPS Download Formate zu dieser Tour erhältst Du über diesen Link:

http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.41260.html



Beschreibung

 

Gestartet wird in dem kleinen, touristisch bestens erschlossenen Ort Einruhr direkt am Obersee der Rurtalsperre. Nachdem der Ort durchquert wird, geht es entlang des Ufers auf einem asphaltierten Weg in Richtung Urfttalsperre. Nach etwa zwei Kilometern überschreiten wir die Grenze zum Nationalpark, entfernen uns etwas vom See, um auf einer Landzunge wieder das Wasser zu erreichen. Ab und zu kann man einen Blick auf die Boote der Rursee-Schifffahrt werfen, welche die Orte am Ufer des Sees miteinander verbindet.
Nach Umrundung des Krebsberges erwartet uns nach ca. 6 Kilometern der steilste Anstieg. Oben angekommen, belohnt der Blick auf die Urftseestaumauer und den höher gelegenen Stausee unsere Strapazen. 
 


Ab und zu taucht ein Ausflugsboot auf dem Rursee auf... Foto: Christian Kotterba
Das verlassene Dorf Wollseifen. Foto: Christian Kotterba
Die Heidelandschaft der Dreiborner Hochfläche. Versteckt gibt es dort alte Bunkeranlagen (rechts). Foto: Christian Kotterba
Einruhr. Foto: Christian Kotterba

 

 

Weiter geht's bergauf. Langsam geht die Bewaldung in ein Buschland über; vorwiegend hohe Ginsterbüsche versperren erst die Sicht, werden aber immer niedriger. Links taucht plötzlich die Burg Vogelsang auf, von hier erhält man einen guten Überblick über die Größe der Anlage. Langsam verschwindet auch die fast geschlossene Ginsterdecke und zwischen Kellen- und Wellersberg erreichen wir bald die Wüstung Wollseifen. Das bereits im 12. Jahrhundert erwähnte Bauerndorf wurde 1946 von britischen Truppen zerstört, die Bewohner flüchteten in andere Dörfer der Umgebung. Danach wurde hier ein Truppenübungsplatz eingerichtet, welcher bis 2005 genutzt wurde.
Hinter der Kirche führt ein Schotterweg durch ein Tälchen zur ehemaligen Eliteschule Vogelsang. Auch hier sollte man sich etwas Zeit für eine Besichtigung nehmen. Das Gelände, welches zuletzt das belgische Militär nutzte, wird durchquert und führt an diversen moderneren Bauten wieder durch den Wald in Richtung Wollseifen zurück.
Hinter Wollseifen laufen wir durch die weite Heidelandschaft mit herrlicher Rundumsicht in die Nordeifel. Hier und da sind versteckt Überreste alter Bunkeranlagen zu erkennen. Die meterdicken Betonmauern sind mittlerweile zerstört und Buschwerk macht sich breit. Die höchste Stelle der Wanderung haben wir nun überschritten. Tendenziell geht es jetzt wieder bergab. Ein kleiner Weg führt links hinab in Richtung Einruhr. In Serpentinen schlängelt er sich bald durch einen eindrucksvollen Eichenwald und bald bekommen wir wieder den Ort zu sehen.


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